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Das ist die Bergluft, die hält jung. Felix' physiologisches Alter wurde kürzlich im Rahmen einer Studie bestimmt: 42Bist du wirklich 54er Jahrgang? Respekt![]()
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Das ist die Bergluft, die hält jung. Felix' physiologisches Alter wurde kürzlich im Rahmen einer Studie bestimmt: 42Bist du wirklich 54er Jahrgang? Respekt![]()
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Super, vielen vielen Dank für die ausführliche Erklärung.Zu 1) Jedes Blatt wird in der Reihenfolge 1.Bombe - 2. Strassen/Treppen - 3. Drillinge - 4. Paare - 5. Einzelkarten untersucht. Reihenfolge bedeutet, dass bei Vorliegen dieser Kombination alle Karten dieser Kombination zur Seite gelegt werden. Es sind max. 2 Strassen und 3 Treppen möglich. Im Schritt 2 werden sowohl Strassen wie Treppen gesucht und die Kombination, welche mehr Karten umfasst, wird notiert und zur Seite gelegt. Bei den Paaren unterscheiden wir zusätzlich zwischen hohen Paaren (9-A und 2-8), bei den Einzelkarten zwischen D/P/A, 9-K, 3-8, H/1/2.
Als Gütekategorie eines Blattes bezeichne ich einen String von 10 Hexadezimalen Zahlen, z.B. "0A00200110". Das ist zu lesen als "0 Bombenkarten, 10 Strassenkarten (könnten auch 2 5-er Strassen sein), 0 Treppenkarten, ein hohes Paar, kein tiefes Paar, kein D/P/A, 1 Einzelkarte 9-K, 1 Einzelkarte 3-8, kein H/1/2. Beachte: Es kann durchaus sein, dass dieses Blatt die Strasse von 1-10 enthält. Kein H/1/2 bedeutet nur, dass diese Karten nach Aussortieren der längeren Kombinationen nicht mehr als Einzelkarten vorhanden sind. Die Summe der 10 Zahlen beträgt stets 14. Eine Zahl 6 an Position 4 bedeutet, dass das Blatt 2 Drillinge enthält, die nicht für eine Bombe oder eine Strasse oder eine Treppe gebraucht werden können.
Dieses Vorgehen ist stur. Feinheiten, wie eine Strassenbombe besser als 9-er Strasse zu verwenden, gehen so verloren. Beim gewählten Vorgehen gibt es nur rund 9600 Gütekategorien.
Zu 2) Die Logs von Brettspielwelt hat Matthias vor Jahren irgendwo abgezogen. Jetzt sind sie in geeigneter Form auf meinem Rechner in einer mysql-DB abgelegt. Schreib mich in einer privaten Unterhaltung an, falls du an die CSV-Dateien herankommen willst.
Die TichuOne-Spiele können nicht über eine API abgezogen werden. Das ist auch nicht geplant. Einzelne Spiele kann man über
https://pun2.tichu.one/finished_matches.php anschauen. Jede abgelegte .tlog-Datei beschreibt ein Spiel im JSON-Format. Jeder der 56 Karten wird ein Buchstabe oder eine Zahl zugeordnet:
654321XWVUTSRQPONMLKJIHGFEDCBAzyxwvutsrqponmlkjihgfedcba
DPAAAAKKKKQQQQJJJJTTTT999988887777666655554444333322221H
Eine Zugfolge kann so aussehen:
2|324|DA;HE;WV;
und ist so zu interpretieren:
Die erste Zelle enthält den Kombinationstyp: "2" steht für Paare. Es gibt "1", "2", "3", "F" (Fullhouse), "B4" (4er-Bombe), "S7" (7er-Strasse), "T2" (Treppe mit 4 Karten).
Die zweite Zelle enthält die Nummern der Spieler (1-4), welche an diesem Zug beteiligt sind.
Die dritte Zelle enthält durch Strichpunkt getrennt die gespielten Karten. In unserem Beispiel also:
Spieler 3 beginnt mit einem 8er-Paar, Spieler 2 sticht mit 9er-Paar und Spieler 4 nimmt den Stich mit zwei Königen.
Bei Einzelkarten gibt es noch Finessen:
1|432432|b(9);E(1);N;R;4;6(3);
Hier beginnt Spieler 4 mit dem Mahjong und wünscht die Karte "9". Spieler 3 hat eine Neun und erfüllt damit den Mahjongwunsch, gekennzeichnet durch "(1)". Dann wird eine Zehn, eine Dame und ein Ass gespielt und am Schluss macht der Drache von Spieler 2 den Stich und verschenkt diesen Stich an den Spieler 3.
Die Schreibweise ist sehr kompakt und ist meinem Jahrgang 1954 geschuldet. Als ich in den 70er Jahren mit der Computerei begann, war Platz noch Mangelware.
Zu 1) Jedes Blatt wird in der Reihenfolge 1.Bombe - 2. Strassen/Treppen - 3. Drillinge - 4. Paare - 5. Einzelkarten untersucht. Reihenfolge bedeutet, dass bei Vorliegen dieser Kombination alle Karten dieser Kombination zur Seite gelegt werden. Es sind max. 2 Strassen und 3 Treppen möglich. Im Schritt 2 werden sowohl Strassen wie Treppen gesucht und die Kombination, welche mehr Karten umfasst, wird notiert und zur Seite gelegt. Bei den Paaren unterscheiden wir zusätzlich zwischen hohen Paaren (9-A und 2-8), bei den Einzelkarten zwischen D/P/A, 9-K, 3-8, H/1/2.Hallo Felix,
ich habe ein paar Rückfragen.
1) Bezgl. der Güte: Ich habe das System nicht ganz verstanden. Wie genau setzten sich die verschiedenen Kategorien zusammen? Ich nahm erst irrtümlich an, es gäbe 9600 verschiedene "Inputfeatures" (einzelkarten, Zwillinge, Drillinge, alle möglichen Straßen usw.) und das wird in einen Linear Classifier o.ä. gefüttert. Aber anscheinend funktioniert das ganz anders. Kannst du das nochmal genauer erläutern oder beziehst du dich auf ein existierendes System eines Dritten?
2) Ist die Datenbasis auf die du dich beziehst öffentlich? Wie sieht das mit den hier gespielten Spielen aus? Magst du das .tlog Format erläutern?
3) Interessant fände ich noch die Risikobereitschaft beim Schupfen. Schupfe ich mit 223 56 + R , die 5 und 6 zum Gegner oder doch 3 und 6 (oder sogar 3 und 5?!). Wie fließt die Güte meines Blattes auf diese Entscheidung ein?
Liebe Grüße
Hallo Felix,@unconcious schreibt in einem anderen Thread
Die Idee, Statistiken über das Schupfverhalten zu machen, finde ich sehr interessant, wäre cool zu sehen, wer wie "egoistisch" schupft und wie das mit Tichu Quoten etc zusammenhängt.
Wäre auch interessant mal zu sehen, welche Karten generell so herumgeschupft werden...
Ich habe vor dem Entwickeln dieser App versucht, herauszufinden, was einen guten Tichuspieler auszeichnet und dazu über 50 verschiedene Auszählungen über 2,1 Millionen Spiele von Brettspielwelt gemacht. Ich konnte nicht über Statistik herausfinden, wie man "gut" spielt.
Eine Zusammenfassung des Schupfverhaltens der Topspieler von Brettspielwelt findet ihr in dieser PDF-Datei